Dorothee Jacobs

Was kann ich über meinen Arbeitsstil sagen?
Es geflällt mir, wenn sich die Teilnehmenden meiner Seminare ab und an als

Lernpoeten

erleben. Dieser Begriff fiel mir irgendwann ein - und er passt.
Denn jedes Lernen hat seine Ästhetik und seine Stilmerkmale. Lernprozesse können sich stöhnig oder stimmig und anfühlen. Ermüdend oder erfüllend. Präzise oder poetisch. Und vieles mehr und alles dazwischen.

Als Lerpoetin fühle ich mich dann, wenn mein Lernen in Fluss ist und ein ästhetischer Gewinn damit einhergeht. Nach solchen Erfahrungen bin ich wochenlang inspiriert und viele Bilder arbeiten in mir und verdichten sich zu neuen Gedanken und Taten.
Solche Erfahrungen genieße ich und wünsche sie den Menschen mit denen ich arbeite.

Das Lernen als Lernpoet oder Lernpoetin ist vergleichbar mit dem Wandern: Eine Wanderung verlangt uns zwar etwas ab und ist bisweilen anstrengend. Doch als Wandernde bleibe ich auch immer wieder gern stehen, atme tief durch und koste sie aus, die Schönheit der Natur und des Moments. Blicke zurück, blicke nach vorn. Spüre das Unterwegssein und das Innehalten, beides mit allen Sinnen.

Die größten Lernpoeten sind vermutlich die Kinder, denn - wenn sie nicht gestört werden - geht es ihnen immer ums Ganze.

Vor dem Hintergrund solcher Gedanken; Be(ob)achtungen und Erfahrungen entwickelte sich meine Arbeitsweise.

Ich mag es,

  • eine angenehme Lernumgebung zu schaffen
  • mit den Sinnen zu arbeiten
  • zu schöpferischem Tun anzuregen
  • nachdenklich zu machen
  • Kommunikation anzuregen
  • Aha-Erlebnisse zu ermöglichen
  • Handwerkszeug zu liefern
  • Wissen zu vermitteln
  • Prozesse und Ergebnisse anschaulich darzustellen
  • allseitige Kommunikation zu unterstützen
  • Nachhaltigkeit immer mitzudenken
  • Mut zu machen
  • von meinen Plänen und Wegen abzuweichen ...